{"id":1269,"date":"2018-12-16T16:21:03","date_gmt":"2018-12-16T16:21:03","guid":{"rendered":"http:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/?p=1269"},"modified":"2022-04-22T10:47:39","modified_gmt":"2022-04-22T10:47:39","slug":"chronik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/?p=1269","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; fullwidth=&#8220;on&#8220; _builder_version=&#8220;3.22&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_fullwidth_image src=&#8220;http:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Chronik_02.jpg&#8220; _builder_version=&#8220;3.18.7&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][\/et_pb_fullwidth_image][\/et_pb_section][et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;3.22&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;3.25&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;3.25&#8243; custom_padding=&#8220;|||&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; custom_padding__hover=&#8220;|||&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.14.8&#8243; hover_enabled=&#8220;0&#8243; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<p>Im Jahr <strong>1900\u00a0<\/strong>verwirklichte der Kaufmann Gerhard Wolf den Gedanken, die Helfer seiner Apfelernte zu einer Feier einzuladen. Die Gemeinschaft entschloss sich dabei, diese Feier allj\u00e4hrlich zu wiederholen. Somit wurde der Ernteverein Markelsbach als erster Ernteverein der Gemeinde Much im Sp\u00e4therbst 1900 gegr\u00fcndet. Im Jahr 1901 erfolgte die Eintragung des Vereins in der Gemeinde Much. Die erste Fahne wurde einige Zeit sp\u00e4ter nach der offiziellen Eintragung eingeweiht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1275\" src=\"http:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Chronik_1.jpg\" alt=\"\" width=\"935\" height=\"577\" srcset=\"https:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Chronik_1.jpg 935w, https:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Chronik_1-300x185.jpg 300w, https:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Chronik_1-768x474.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 935px) 100vw, 935px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis <strong>1933\u00a0<\/strong>hielt sich der Verein an den Gr\u00fcndungsbeschluss, das heimische Brauchtum zu pflegen und feierte allj\u00e4hrlich das Erntedankfest. Nach 1933 fiel das Fest in Markelsbach auf Befehl der damaligen Machthaber zweimal aus. Als das Fest in Much zentral gefeiert wurde, musste man sich daran beteiligen. Da das Erntedankfest ein kirchliches Fest war und ist, wurde es bis Kriegsende von den Nationalsozialisten verboten. Aus Angst vor Repressalien ruhte das Vereinsleben.\u2028\u2028Am 15.08.<strong>1946\u00a0<\/strong>trafen sich 20 ehemalige Mitglieder im Lokal Ludwig K\u00fcnster und beschlossen, den Verein wieder aufleben zu lassen und legten zugleich fest, wieder ein Erntefest zu feiern. \u201eJedoch soll,\u201c so hei\u00dft es im Protokoll dieser Wiederbegr\u00fcndungsversammlung, \u201ein Anbetracht der heutigen Notzeit, in der weite Schichten des deutschen Volkes hungern und darben, nicht in dem Ma\u00dfstab wie vor dem Kriege gefeiert werden, sondern bescheiden. Vor allem soll es ein Dank an unsern Herrgott f\u00fcr die, wenn auch nicht sehr gute, eingebrachte diesj\u00e4hrige Ernte sein.\u201c (siehe Niederschrift).<\/p>\n<p>Der erste Festzug nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich aus den Vereinsmitgliedern, dem Erntepaar, Schnitter und Schnitterinnen, Musikkapellen, Vorreitern, einem Herold und weiteren Reitern zusammen. Vor dem Festzelt fand gleichzeitig eine landwirtschaftliche Ausstellung statt.<\/p>\n<p>Um \u00fcberhaupt das Erntedankfest wieder durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen, bedurfte es der Genehmigung der britischen Besatzungsmacht. Wie der Kassenbericht f\u00fcr 1946 ausweist, zahlte der Verein zehn Mark f\u00fcr die \u00dcbersetzung des Antrages ins Englische.<\/p>\n<p>Bis <strong>1964\u00a0<\/strong>wurden die Erntefeste am Samstagabend mit B\u00f6llersch\u00fcssen eingeleitet. Sonntag folgten der feierliche Gottesdienst und Erntezug. Das Fest endete am Dienstagabend mit dem Verbrennen des Pajas (eine stets wieder neu hergestellte Stoffpuppe).\u2028\u2028Ab dem Jahr <strong>1965\u00a0<\/strong>feierte man das Erntefest von samstags bis montags. Auf den Montagmorgenfr\u00fchschoppen, mit dem das Erntefestwochenende beschlossen wurde, verzichtete man wenige Jahre sp\u00e4ter wegen mangelnder Resonanz. Ebenso erging es dem \u201eTanz in den Mai\u201c, der in den Jahren 1966 bis 1990 vom Ernteverein Markelsbach im Zelt in Markelsbach ausgerichtet wurde.<\/p>\n<p>In den 50er Jahren wurde die erste Tanzgruppe des Erntevereins gegr\u00fcndet. So war man nat\u00fcrlich erfreut, als Anfang der 80er Jahre sich eine Gruppe Jugendlicher zusammenfand, die als Schnitter\/Schnitterinnen und Tanzgruppe des Erntevereins Markelsbach das Fest und den Festzug begleiteten. Diese Jugendabteilung des Vereins hat unter verschiedenen Leitungen bis heute immer noch Bestand und erfreut mit ihren Darbietungen das Fest.<\/p>\n<p>Seit <strong>1998\u00a0<\/strong>findet am Freitagabend eine Disco statt, die von den j\u00fcngeren Mitgliedern des Vereins organisiert wird. Ebenso wurde dem Wunsch der Erntepaare entsprochen, da\u00df der Festablauf am Sonntag, anstatt am vormittag, jetzt um 14:00 Uhr mit dem traditionellen Kirchgang in der Kirche St. Josef Hetzenholz beginnt und von dort aus der Festzug mit wunderbaren Motivwagen, Kutschen, Tanz-, Musik- und Fu\u00dfgruppen durch geschm\u00fcckte Nachbarortschaften seinen Weg in die Festhalle nach Markelsbach zum Festkommers findet.\u2028\u2028Vereinsversammlungen fanden fr\u00fcher vier- bis f\u00fcnfmal im Jahr bei den Familien Sommerh\u00e4user, Rottl\u00e4nder, Franken, S\u00f6ntgerath und K\u00fcnster statt. Seit einigen Jahren schon werden diese nun abwechselnd in der Gastst\u00e4tte Sommerh\u00e4user, Markelsbach, und der Dorfsch\u00e4nke in Hetzenholz abgehalten. Fr\u00fcher wurde nach dem Kirchgang an der Kirche \u201elautstark verk\u00fcndet\u201c, wann eine Versammlung und wo sie stattfindet. Heute ist es so, da\u00df ca. 14 Tage vor der Versammlung der Termin im Mitteilungsblatt der Gemeinde Much bekannt gegeben wird.\u2028\u2028Seit <strong>1946<\/strong>lie\u00df der Markelsbacher Ernteverein kein Jahr f\u00fcr die Feier eines Erntefestes aus. Nur 1970 erkl\u00e4rten sich die Vereinsmitglieder mit dem Vereinswirt Helmut Sommerh\u00e4user solidarisch und verzichteten auf das Erntefest, nachdem in der Familie des gesch\u00e4tzten Wirtes ein Todesfall zu betrauern war.<\/p>\n<p>Die Erntefeste wurden bis 1964 abwechselnd im Festzelt in Obermarkelsbach und in Niedermarkelsbach abgehalten.<\/p>\n<p>Von 1965 bis 1992 fand diese Feier im eigenen Zelt auf dem Bauernhof des Vereinswirtes Sommerh\u00e4user, Markelsbach, statt.<\/p>\n<p>Aus Platzgr\u00fcnden mu\u00dfte der Ernteverein dann <strong>1993<\/strong> mit seinem Zelt nach Much Hetzenholz ausweichen, wo das Fest auf dem Platz neben dem Jugendheim und dem Kindergarten stattgefunden hat.<\/p>\n<p>1998 konnte der Ernteverein mit gro\u00dfer Freude wieder an seinen Ursprungsort zur\u00fcckkehren, nach Markelsbach. Dort stellten Mitglieder des Vereins eine landwirtschaftlich genutzte Halle zur Verf\u00fcgung, wo nun traditionsgem\u00e4\u00df an jedem vorletzten Sonntag im August das Erntefest gefeiert wird.<\/p>\n<p>Am 30.08.1964 wurde eine neue Vereinsfahne eingeweiht, da die erste \u00fcber 50 Jahre alt war.<\/p>\n<p>Der Ernteverein Markelsbach pflegt einen engen Kontakt zum Kirchenchor \u201eC\u00e4cilia Hetzenholz\u201c (Markelsbach geh\u00f6rt zur Pfarrkirche Much, Filialkirche Hetzenholz). Feiert der Kirchenchor zu Pfingsten sein Stiftungsfest, findet seit 1968 am Sonntag ein gemeinsamer Kirchgang mit anschlie\u00dfender Kranzniederlegung f\u00fcr die Verstorbenen beider Vereine auf dem Friedhof in Hetzenholz statt.<\/p>\n<p>Die <strong>100j\u00e4hrige<\/strong>Tradition wahren will der Ernteverein Markelsbach auch in der Zukunft. Grundlage f\u00fcr das weitere Wirken bietet die neue Satzung, die sich der Verein 1950 gab. Darin hei\u00dft es im Paragraphen 1: \u201eAufgabe und Zweck des Vereins ist, altes Brauchtum zu wahren, und die Gemeinschaft in geselligen Feiern zu pflegen\u201c.<\/p>\n<p>Im Jahr <strong>2002\u00a0<\/strong>starb der Vereinswirt Helmut Sommerh\u00e4user, bei dem viele Jahre das Erntefest gefeiert wurde. Seine Familie f\u00fchrt die Gastst\u00e4tte aber weiterhin, so dass nach wie vor auch die Versammlungen des Vereins im Wechsel mit der Gastsch\u00e4nke in Hetzenholz stattfinden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Interessierten geht es hier zu der damals beschlossenen <a href=\"http:\/\/ernteverein-markelsbach.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Satzung_1_4.pdf\"><span style=\"color: #339966;\">&lt; Satzung &gt;<\/span><\/a><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1900\u00a0verwirklichte der Kaufmann Gerhard Wolf den Gedanken, die Helfer seiner Apfelernte zu einer Feier einzuladen. 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